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Studierende gewinnen Universal Design Competition

[02|06|2022]

Im Rahmen der Universal Design Competition sind gleich mehrere Entwürfe von Studierenden der Fakultät für Design ausgezeichnet worden.

 

Durch universelles Design sollen Produkte in einer Form gestaltet werden, dass diese von möglichst vielen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten ohne eine zusätzlich erforderliche Anpassung verwendet werden können. Im Rahmen der diesjährigen Munich Creative Business Week wurden mehrere Produkte mit dem Universal Design Award ausgezeichnet, die im Projekt „Inclusive Solutions“ bei Prof. Marion Kießling entstanden sind. Das Projekt wurde gemeinsam mit der Alumna Marie Ruddeck durchgeführt, die mit ihrem Unternehmen Frau Kettner den Einhandteller weltweit sehr erfolgreich vertreibt.

 

Eine Auswahl der prämierten Entwürfe:

 

MOAI_4

Menschen, die auf eine Unterarmgehstütze angewiesen sind, haben ein Handicap, das dadurch vergrößert wird, dass die herkömmliche Gehstütze zum Umfallen neigt. Es besteht die Gefahr reflexartig hinterherzugreifen und somit das verletzte Bein stark zu belasten oder zu stürzen. Die Stütze MOAI von Andreas Empl gewährleistet durch Verbindungsstreben an der Vorderseite einen stabilen Stand der Stütze, die Anlehnkanten können in verschiedenen Höhen genutzt werden, die vordere Unterkante des Griffs bietet eine Aufhängemöglichkeit und mittels einer Schlaufe kann die Stütze an einem Haken aufgehängt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gipp_cicio_4

Cicio, eine von Sarah Gipp entworfene Schreibtischleuchte mit Pausenerinnerungsfunktion, wurde insbesondere für Menschen mit Konzentrationsschwierigkeiten konzipiert. Ziel ist es, den Lern- oder Arbeitsalltag zu strukturieren und durch die Erinnerung an regelmäßige Pausen positiven Einfluss auf die Produktivität und die Konzentration zu nehmen: Mithilfe eines integrierten Timers im Leuchtensockel kann die zeitliche Dauer von Konzentrations- und Erholungsphasen individuell festgelegt werden, die durch die Farbtemperatur des Lichts visualisiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Pala_03

Das von Veronika Hampel entworfene Küchenutensil Pala erleichtert das einhändige Kochen und vereint dabei die Eigenschaften von Zange, Schaber und Schaufel vereint. Der Küchenhelfer ermöglicht es, mit der Greifbewegung einer Hand, Lebensmittel beim Kochvorgang von einer Arbeitsstation zur nächsten zu transportieren, ohne das Gefäß mit einer zweiten Hand fixieren oder kippen zu müssen.

 

 

 

 

ally_Alina_Karl_Bild3

Das Produkt ally von Alina Karl, als Bachelorarbeit bei Prof. Ralph Ammer entstanden, besteht aus einer App mit barrierefreiem Interface und sechs Konstruktionen für unterschiedliche Situationen. Durch NFC können häufig genutzte Funktionen gespeichert und abgerufen werden. Ally ermöglicht Senioren, selbstständig zu entscheiden, wie und wann sie Unterstützung benötigen.

 

 

 

 

 

Fein-Rein_Lysander_Luedicke_C

Der von Lysander Lüdicke gestaltete Schuh Fein-Rein wird ohne Einsatz der Hände und ohne lästiges Bücken, Beugen und Binden an- und ausgezogen. Ein Klappmechanismus in der Sohle, der beim Hineinsteigen ausgelöst wird, ermöglicht eine besonders große Schuhöffnung und vereinfacht so das An- und Ausziehen. Ausgezogen wird der Schuh, indem man das Rückteil des Schuhs mit dem anderen Fuß oder an einer Kante nach unten drückt.

 

 

 

Besteckpinzette_kleiner

Die Besteckpinzette von Rosina Geiger ist ein Besteckteil, das sich in das bereits bekannte Besteckrepertoire einfügt. Als Alternative zur Gabel gedacht, erlaubt die zugrundeliegende Pinzettenform eine intuitive, leicht kontrollierbare und ergonomische Anwendung. Vor allem soll das Besteckteil Menschen nutzen, die unter schmerzhaften oder degenerativen Gelenkerkrankungen wie Rheuma leiden.

 

 

 

 

Mehr zum Wettbewerb, den Gewinnern und ihren Entwürfen gibt es unter universal-design.org .

 

Logo_FrauKettner