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Teil:Zeit:Büro für Commonismus - ein Jahr später

Teil:Zeit:Büros für Commonismus: Ein Magazin. Eine Dokumentation. Eine Anleitung zum Selbermachen (Foto: Suzan Cigirac)
Teil:Zeit:Büros für Commonismus: Ein Magazin. Eine Dokumentation. Eine Anleitung zum Selbermachen (Foto: Suzan Cigirac)

[18|10|2018]

Reflexionstreffen zur Zwischennutzung des Münchner Ruffinihauses in der MUCCA-Halle

 

Zwischen Oktober 2017 und Januar 2018 bekam Münchens Innenstadt einen neuen kreativen Hotspot. Zahlreiche Akteure aus der Kultur- und Kreativwirtschaft versammelten sich drei Monate lang unter einem Dach - dem Dach des Ruffinihauses - und sorgten so für mehr Sichtbarkeit der Branche in der Stadt.

 

Ruffinihaus temporärer Hotspot der Kreativszene

 

Die Kreativen der Zwischennutzung im Ruffinihaus waren Akteure aus allen 11 Teilmärkten dieses Sektors: Musikwirtschaft, Buchmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für Darstellende Künste, Kunstmarkt, Architekturmarkt, Designwirtschaft, Pressemarkt, Werbemarkt und die Software/Games-Industrie.

 

„Die Kreativbranche ist zentraler Baustein des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zusammenlebens in der Stadt und sie ist Garant für Erfolg, Zusammenhalt und Lebendigkeit in der Stadt. Im Ruffinihaus fokussierte sich für drei Monate diese Energie mit großer Strahlkraft. Eine Besonderheit der Branche ist ihre Kleinteiligkeit. Das Arbeiten in Nischen, Projektgruppen und Innovationszellen wurde im Ruffinihaus gebündelt“, erklärt rückblickend Jürgen Enninger, Leiter des Kompetenzteams Kultur und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München, das die Zwischennutzung in Zusammenarbeit mit weiteren städtischen Referaten ermöglichten.

 

Das Commonismus-Projekt der Nachwuchs-Designer/innen um Suzan Cigirac

 

Commonismus-Doku auf dem Teilzeit-Hocker, der als Merkmal der Wiedererkennung für das Projekt stand (Foto: Suzan Cigirac)
Commonismus-Doku auf dem Teilzeit-Hocker, der als Merkmal der Wiedererkennung für das Projekt stand (Foto: Suzan Cigirac)

Unter der Federführung von Prof. Suzan Cigirac nutzten 13 Design-Studierende die Chance, an diesem prozess- und praxisorientierten Real Project mitzuwirken und schufen das Teil:Zeit:Büro für Commonismus. „Ziel der Kooperation war es, die Studierenden aus dem Hochschulkontext herauszulösen, um sie mit realen Arbeitsbedingungen der Kreativwirtschaft zu konfrontieren und ihre Arbeiten öffentlich zugänglich und sichtbar zu machen“, fasst Prof. Suzan Cigirac die Aufgabe zusammen.

 

Kommunikationsfähigkeit, Vernetzung, eigenverantwortliches Arbeiten waren dabei ebenso gefragt wie Entscheidungsfreude und Improvisationsfähigkeit. Konflikt-, Zeit- und agiles Projektmanagement konnten hier unter realen Bedingungen eingeübt werden. Die Studierenden konnten den Wirkungsgrad ihres eigenen Schaffens in einem realen und urbanen Umfeld erleben mit der direkten Resonanz der Gesellschaft und Kreativschaffenden auf ihre eigenen Arbeiten.

 

Mitinitiator Jürgen Enniger lobt das Engagement der Studierenden: „Zentrale Impulse für die interne und externe Kommunikation gab das Teil:Zeit:Büro. Die vielfältige und immer wieder neue spielerische Herangehensweise hat einen herausragenden Mehrwert geschaffen. Der Spirit des Ruffinihauses ist ohne die Arbeit des Tei:Zeit:Büros undenkbar.“

 

Ein Jahr Später: Evaluation einmal anders

 

Am 18. Oktober 2018 kamen die Akteure ein Jahr nach dem Start des Ruffinihausprojekts noch einmal zusammen, um in der MUCCA-Halle des Münchner Kreativquartiers das Gewesene zu reflektieren und Schlüsse aus den Erfahrungen für weitere mögliche Zwischennutzungen zu ziehen.

 

Prof. Suzan Cigirac und Michael Bischoff (Szenograph) konzipierten hierfür ein spezielles Dinner, das Begegnung gestaltete, Austausch förderte und Kreativität provozierte - ganz in der Manier des Teil:Zeit:Büros. Getafelt wurde mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie den Kreativschaffenden aus der Zwischennutzung im Ruffinihaus.

 

Dokumentation

 

Bei der Gelegenheit wurde in der MUCCA-Halle auch die Abschlusspublikation der Designer/innen präsentiert:

Teil:Zeit:Büro für Commonismus
Ein Magazin. Eine Dokumentation. Eine Anleitung zum Selbermachen.
Download

 

Das Arbeitsessen in der MUCCA-Halle des Kreativquartiers (Foto: Andreas Hantschke)
Das Arbeitsessen in der MUCCA-Halle des Kreativquartiers (Foto: Andreas Hantschke)

 

Intelligente Speisekarte: Kulinarischer Genuss wurde mit Gesprächsanlässen verbunden (Foto: Andreas Hantschke)
Intelligente Speisekarte: Kulinarischer Genuss wurde mit Gesprächsanlässen verbunden (Foto: Andreas Hantschke)

 

Stadtdirektor Kurt Kapp, komm. Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft der LH München (Foto: Andreas Hantschke)
Stadtdirektor Kurt Kapp, komm. Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft der LH München (Foto: Andreas Hantschke)

 

Stadtdirektor Bernhard Fuchs (2. v.r.), Leiter des Immobilienmanagements im Kommunalreferat der LH München (Foto: Andreas Hantschke)
Stadtdirektor Bernhard Fuchs (2. v.r.), Leiter des Immobilienmanagements im Kommunalreferat der LH München (Foto: Andreas Hantschke)

 

Jürgen Enninger, Leiter des Kompetenzteams Kultur und Kreativwirtschaft der LH München Foto: Andreas Hantschke)
Jürgen Enninger, Leiter des Kompetenzteams Kultur und Kreativwirtschaft der LH München Foto: Andreas Hantschke)

 

Prof. Suzan Cigirac (Fakultät für Design der Hochschule München) im Gespräch mit den Arbeitsgruppen (Foto: Andreas Hantschke)
Prof. Suzan Cigirac (Fakultät für Design der Hochschule München) im Gespräch mit den Arbeitsgruppen (Foto: Andreas Hantschke)

 

Zusammenschau: Die Reflexionsergebnisse werden aufgehängt (Foto: Andreas Hantschke)
Zusammenschau: Die Reflexionsergebnisse werden aufgehängt (Foto: Andreas Hantschke)

 

Der Tag danach: Resümee an der Wand (Foto: Suzan Cigirac)
Der Tag danach: Resümee an der Wand (Foto: Suzan Cigirac)

 

Susanne John