Prof. Lotte Reimann

Fakultät 12
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Lehrgebiet
Fotografie und Identität
Details
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Fotografie und Identität
WerdegangLotte Reimann versteht sich als nicht-binäre Person, die multimediale Geschichten erzählt und ebenso gerne forscht wie lehrt. Lotte studierte Fotografie an der Hochschule Bielefeld, erhielt 2011 einen BA in Bildender Kunst an der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam und war 2019 Fellow der renommierten Jan van Eyck Academie Maastricht.
Seit 2011 arbeitet Lotte freiberuflich im Bereich der bildenden Kunst an (auto-) biographischen Erzählungen über das menschliche Begehren, die das koloniale Konzept des Fetischs – den marginalisierenden Blick auf die “Anderen” – unterlaufen. Die diesem Blick ursprünglich innewohnenden Machthirarchien von Autor und Subjekt werden expliziert und immer wieder neu verhandelt. Gefundene und eigene Bilder, Texte und Töne werden zu offenen Erzählungen kombiniert, die zwischen soziologischer Forschung und künstlerischer Spekulation oszillieren. Das Erkunden der Beziehungen von Menschen zu Nicht-Menschen, wie Wasser, Steinen, Pflanzen, Tieren und anderen menschengemachten Dingen, zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Untersuchungen, die dann sowohl in raumgreifenden Installationen, als auch in Büchern und Filmen präsentiert werden.
Die künstlerisch-fotografischen Arbeiten wurden in internationalen Einrichtungen wie der MoMA-library New York, dem Stedelijk Museum Amsterdam, De Appel Amsterdam, Fotomuseum Winterthur, Museum Folkwang, Rencontres d’Arles, Museum Arnhem, Chelsea UAL, Museum Marta Herford, FOAM Amsterdam und dem Fotomuseum Rotterdam ausgestellt bzw. von diesen erworben. 2022 wurde Lottes Arbeit mit dem Stipendium für “Zeitgenössische deutsche Fotografie” des Museum Folkwang ausgezeichnet und 2016 mit dem niederländischen “C.o.C.A. Foundation Art Prize”.
Von 2019-2024 hat Lotte verschiedene Lehraufträge an der Hochschule Bielefeld und der Universität Hildesheim ausgeführt. Seit 2025 bekleidet Lotte die Professur „Fotografie und Identität“ an der Hochschule München.