News
Food Thinking
Sophie und Orlando Lovell zeigen in ihrem Vortrag am 17. November, wie Food Thinking neue Perspektiven auf gestalterische Prozesse eröffnet.
26/10/2026
Was können DesignerInnen lernen, wenn sie die Welt aus der Perspektive von Food betrachten – und wie lässt sich Essen als Ausgangspunkt nutzen, um gesellschaftliche Beziehungen und komplexe Systeme neu zu denken? Ausgehend von einem ganzheitlichen Verständnis von Food beschäftigen sich Sophie und Orlando Lovell mit den Zusammenhängen zwischen Lebensmittelanbau, Zutaten, Produktion, Konsum und den sozialen sowie ökologischen Bedingungen, die diese Prozesse prägen. Im Zentrum steht die Frage, wie Design dazu beitragen kann, diese komplexen Beziehungen sichtbar zu machen, bestehende Denkmuster zu hinterfragen und neue Formen des gesellschaftlichen Miteinanders zu ermöglichen. Dabei wird Food nicht nur als alltägliches Konsumgut verstanden, sondern als verbindendes Element zwischen Menschen, Kulturen, Fachgebieten und der natürlichen Umwelt.
Der englischsprachige Vortrag zeigt auf, wie sich durch Food Thinking neue Perspektiven auf gestalterische Prozesse eröffnen. Die Teilnehmenden setzen sich damit auseinander, wie die Art und Weise, in der über Essen gesprochen, Essen produziert und gemeinsam gegessen wird, gesellschaftliche Werte und Verhaltensweisen beeinflusst. Gemeinsame Mahlzeiten und gastfreundliche Räume dienen dabei als Ausgangspunkte, um Verbundenheit, Empathie und Austausch zu fördern. Food wird so zu einem Werkzeug, mit dem DesignerInnen soziale Beziehungen stärken, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und nachhaltigere, respektvollere Systeme mitgestalten können. Dabei geht es auch darum, den Blick über den Menschen hinaus auf ökologische Zusammenhänge und die Beziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Lebenswelten zu erweitern.
Sophie Lovell ist eine international renommierte Autorin und Redakteurin in den Bereichen Design, Architektur und Kultur. Als ehemalige Redakteurin der Magazine uncube und Wallpaper* hat sie zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter Dieter Rams: As Little Design as Possible.
Orlando Lovell arbeitet seit über einem Jahrzehnt an der Schnittstelle von Food und Design. Sie studierte Food Non Food an der Design Academy Eindhoven, war am Aufbau des Dutch Institute of Food and Design beteiligt und entwickelte internationale Projekte wie The Politics of Cake. Gemeinsam verbinden sie als Mutter-Tochter-Duo unter dem Namen studio_lovell ihre redaktionelle, kuratorische und erfahrungsorientierte Praxis. Mit ihrer Arbeit erforschen sie, wie Food als Ausgangspunkt für neue Designprozesse und einen systemischen gesellschaftlichen Wandel dienen kann.
Begrüßung: Prof. Markus Frenzl
SOPHIE & ORLANDO LOVELL „FOOD THINKING“ (englischsprachig)
DIENSTAG, 17.11.26 | 18.30 UHR
FAKULTÄT FÜR DESIGN | GROSSER HÖRSAAL (X. 1.022)
HOCHSCHULE MÜNCHEN
LOTHSTRASSE 17 | 80335 MÜNCHEN
Die Veranstaltung ist sowohl hochschulintern als auch für die Öffentlichkeit zugänglich – alle Interessierten und Neugierigen sind herzlich eingeladen.
Hinweis für Studierende: Der Vortrag wird als Modul 703 (BA Design, ehemals Modul 604) bzw. Modul 621 (BA Informatik und Design) anerkannt. Bitte das ausgefüllte Formular mitbringen.